Die Votivkapelle bei Steffeln

Anfang März ziehen amerikanische Truppen vom Westen her hinein in die Orte der Vulkaneifel. Nicht wenigen Menschen dieser Tage ist bewusst, was andernorts deutsche Truppen hinterließen, was Krieg bedeutet, wenn er das eigene Zuhause erreicht, was Kindern und Müttern zu widerfahren droht. Angesichts dessen ist es die Hoffnung, die erstarkt, weitgehend verschont zu bleiben, mit Leib und Leben davonzukommen und die Chance zu erhalten, die eigenen Kinder unbeschadet aufwachsen zu sehen. Mit Blick auf die drohende Katastrophe widmen sich Menschen in Steffeln mit ihrem Pfarrer dem Gebet und geloben, eine Kapelle zu errichten, sollte ihre Hoffnung erfüllt werden.

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Die Arnulphuskapelle bei Walsdorf und Zilsdorf

Lang habe sie dort oben gestanden, auf dem Berg. Eine der ältesten Kirchen sei sie im weiten Umland gewesen. Weithin sicht- bar in einer kargen Landschaft. Sie war ein Ort des Glaubens für Pilger, die für die Gesundheit ihres Viehs beteten und zugleich Pfarrkirche für die Dörfer Walsdorf, Zilsdorf, Loogh, Stroheich und Orendorf. Geweiht war sie dem Heiligen Arnulphus, dem Schutzpatron der Müller und Bierbrauer.

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Das Heiligenhäuschen der schmerzhaften Mutter bei Boverath

Am Ausgang des alten Dorfes Boverath, den Berg hinauf zum alten Weg nach Darscheid, steht ein kleines Heiligenhäuschen. Wer sich hier hinauf begibt, geht an vielen jungen Bäumen entlang, die die Dorfbewohner seit einigen Jahren rechts des Weges für die Neugeborenen des Ortes anpflanzen. Jeder Baum ist Symbol des lebendigen Schatzes des Dorfes und zeigt die besondere Beziehung zwischen den Menschen Boveraths und der sie umgebenden Natur. Wer auf dem Bänkchen neben der Kapelle Platz nimmt, sieht über die Bäume, übers Dorf hinweg in Richtung Daun. Die besondere Bedeutung der Kinder für die eifeler Menschen findet sich auch in diesem Heiligenhäuschen wieder.

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Das Heiligenhäuschen an der Straße bei Rengen

Über viele Jahrhunderte sind Heiligenhäuschen heilige und heiligende Orte in Flur und Wäldern. Dort, wo das Glockenläuten der heimatlichen Kirche kaum noch vernehmbar ist, dort wo der Ackerer oder der Reisende sich allein und unsicher fühlt, wirken sie wie ein Segen der unmittelbaren Umgebung, wie eine vertraute Gegenwart Gottes in der weiten Natur. Der geschäftige Mensch mag dies vergessen, wenn er heute auf Bundesstraßen und Autobahnen an ihnen vorbeirauscht, sie kaum noch bemerkt. Sobald er diese Orte jedoch betritt, ist er unmittelbar wieder allein mit sich und spürt womöglich, dass diese besonderen Orte ihren tieferen Sinn eben genau dort haben, wo sie errichtet wurden.

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